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Spektakuläres goldenes Cape aus Spinnenfäden in London

Seide von einer Million Spinnen gesammelt

 | Spektakuläres goldenes Cape aus Spinnenfäden in London
(AFP)
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London (AFP) - Das Londoner Victoria and Albert Museum zeigt ab morgen ein spektakuläres goldenes Cape mit passendem Umhang, das ganz aus Spinnenfäden gewoben wurde. Das von Hand gefertigte Gewand sei das aufwändigste und größte seiner Art auf der Welt, erklärte das britische Museum. Fünf Jahre lang sammelten 80 Mitarbeiter täglich die Fäden von insgesamt mehr als einer Million Spinnen der Art "Golden Orb" auf Madagaskar. Dafür wurden die Weibchen morgens in der Natur eingesammelt und ihr Faden mit einer speziellen Vorrichtung gewonnen. Abends wurden die Seidenspinnen wieder ausgesetzt. Aus der Seide kreierten der Engländer Simon Peers und sein US-Kollege Nicholas Godley, die jahrelang in Madagaskar lebten, den golden schimmernden Umhang. Inspiriert wurden die beiden von Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert, die die lange Zeit vergessene Kunst des Webens aus Spinnfäden illustrierten. Zuletzt sei ein Gewand aus dieser speziellen Seide bei der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 gezeigt worden, erklärte das Victoria and Albert Museum. Es sei jedoch kein Exemplar erhalten.
Aktualisiert am 24.01.2012 um 14:56 Uhr

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