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Erfolg beim Artenschutz: Babyboom auf Turtle Islands


Bestand der Meeresschildkröten auf Philippinen erholt

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Grüne Meeresschildkröte
(AFP)

Manila (AFP) - Als Erfolg einer langjährigen Schutzpolitik verzeichnen die Philippinen einen Babyboom bei den Grünen Meeresschildkröten. Die weltweit gefährdete Art, die den wissenschaftlichen Namen Chelonia mydas trägt und auch als Suppenschildkröte bekannt ist, habe sich im Schutzgebiet der Turtle Islands vor der Küste Malaysias erfreulich erholt, erläuterte der Chef der Umweltgruppe Conservation International (CI) auf den Philippinen, Romeo Trono. "Wir registrieren eine sehr zuverlässige Zunahme ihrer Populationen", sagte Trono.

Auf Baguan, einer der neun Turtle Islands, legten laut CI-Hochrechnungen im vergangenen Jahr Weibchen der Grünen Meeresschildkröte rund 1,44 Millionen Eier. Üblicherweise überlebt etwa ein Prozent der Meeresschildkröten bis ins Erwachsenenalter. Damit bestehen gute Aussichten, dass allein von Baguan aus rund 13.000 Grüne Meeresschildkröten die Weltmeere durchstreifen. Damit weise diese Art in Baguan möglicherweise eine ihrer größten Populationen weltweit auf, sagte Trono. Viele dieser Schildkröten könnten angesichts ihrer Lebenserwartung von rund 100 Jahren noch im kommenden Jahrhundert leben.

Als er in den 80er Jahren mit der Arbeit für das Schutzprojekt begonnen habe, seien die Schildkröteneier noch häufig von Wilderern gestohlen worden, sagte Trono. Die Eier galten damals als Delikatesse. Inzwischen trage die Aufklärungsarbeit ihre Früchte, außerdem kontrollierten Freiwillige die Strände. Auch die philippinische Küstenwache sei einbezogen. Die Erfolge von Baguan zeigten, dass es möglich sei, die Schildkröten zu schützen und für eine erneute Zunahme der Populationen zu sorgen, sagte der CI-Experte für Meeresfauna, Bryan Wallace.

Die Grüne Meeresschildkröte kann bis zu 140 Zentimeter groß werden und weit über 100 Kilogramm wiegen. Der Name Suppenschildkröte stammt aus der Zeit, als die großen Schildkröten weltweit bedenkenlos getötet und für Suppen ausgekocht wurden. Das führte dazu, dass sie schon im 19. Jahrhundert auszusterben drohten.

Aktualisiert am 01.02.2012 um 15:09 Uhr



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